Korneuburgs Wirtschaft lässt ordentlich die Muskeln spielen

Der Bezirk Korneuburg marschiert nicht nur unaufhaltsam in Richtung der 100.000-Einwohner-Marke, er zählt in Niederösterreich und bundesweit auch zu den dynamischten Wirtschaftsräumen. Ende September 2022 waren im Bezirk schon 8.447 Unternehmen registriert, davon 6.785 aktive. Und es werden immer mehr: „Im Vorjahr haben wir fast 500 neue Gewerbeanmeldungen verzeichnet“, gibt Nationalratsabgeordneter Andreas Minnich, Obmann der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Korneuburg-Stockerau bekannt. 2022 sei ein starkes Gründerjahr gewesen. Mit ihren vielen Betriebs- und Gründungsberatungen verstehe sich die Interessenvertretung als „Ansprechpartner Nummer eins für unsere Unternehmen“.

Beeindruckend sind die Kennzahlen, mit denen die Abteilung für Statistik der Wirtschaftskammer Niederösterreich die Fortsetzung der Erfolgsserie im ungebrochen expandierenden Bezirk Korneuburg belegt. Per Ende September 2022 gab es dort mittlerweile 7.254 aktive Betriebsstandorte. Das Stärkeverhältnis der Sparten zeigt das übliche Bild: Bei den Mitgliedern führen das Handwerk und Gewerbe (3.329) vor dem Handel (2.349), Information und Consulting (1.426), Tourismus und Freizeitwirtschaft (645), Transport und Verkehr (473), Industrie (65) sowie Banken und Versicherungen (16).

Mit Stand Ende November 2022 bilden im Bezirk Korneuburg 254 Lehrbetriebe 646 Lehrlinge zu Facharbeitern aus. Das sei enorm wichtig, denn „in der Wirtschaft ist der Arbeitskräftemangel das größte Problem“, stellt Andreas Minnich fest. In Niederösterreich gebe es mehr als 20.000 offene Stellen, im Bezirk Korneuburg rund 900, die nicht besetzt werden können. „Hier ist die Politik gefordert, Lösungen zu finden“, betont er.

Einen „Tsunami ungeahnten Ausmaßes“ nennt Christian Moser, Vizepräsident der NÖ Wirtschaftskammer, jene Auswirkungen, mit denen die Wirtschaftstreibenden während der Zeit der Corona-Pandemie konfrontiert waren und jetzt als Konsequenz des Krieges zwischen Russland und der Ukraine noch immer sind. Als Beispiele führt er insbesondere Lieferengpässe, die Energiekostenexplosion und Reisebeschränkungen an. „Die Unternehmerinnen und Unternehmer haben zwar Großartiges geleistet, aber von allein wären die Rettungspakete nicht gekommen“, meint er. Jetzt hätten die Betriebe wieder Planungssicherheit.

Dem neuen Jahr blicken viele Wirtschaftstreibende mit Sorgen entgegen, insbesondere was anstehende Investitionen betrifft. Dennoch gibt es nach Ansicht Mosers Branchen mit guten Wachstumsaussichten. „Nachhaltigkeit, Umweltschutz und vor allem die Digitalisierung sind Geschäftsfelder der Zukunft, die viele Chancen bieten“, sagt er. Mit der Aktion „digi4wirtschaft“ fördern deshalb und begleiten das Land Niederösterreich und die NÖ Wirtschaftskammer vor allem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sowie StartUps, die sich neue Geschäftsmöglichkeiten oder betriebliche Prozesse in der digitalen Welt erschließen wollen. nöwpd

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