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Wolkersdorf hat gewählt: ÖVP geht als Sieger hervor. Aber bleibt Anna Steindl Bürgermeisterin? News-Button

Wolkersdorf, am 26. März 2019


Wolkersdorf hat gewählt: ÖVP geht als Sieger hervor.
Aber bleibt Anna Steindl Bürgermeisterin?
Auch Hackls Team Wolkersdorf erhebt Anspruch auf Bürgermeister-Amt

 

„Bei dieser Wahl kann man alle angetretenen Parteien als Verlierer bezeichnen“, sagt Stefan Streicher, Spitzenkandidat der Bürgerliste MIT:uns, zum Ergebnis der Gemeinderatswahl in Wolkersdorf. Eine bemerkenswerte Aussage, versuchen doch normalerweise Politiker nach einer Wahl das Ergebnis für die eigene Partei möglichst positiv darzustellen. Sieht man sich das Ergebnis jedoch im Detail an, so haben tatsächlich alle Parteien, die zuvor im Wolkersdorfer Gemeinderat vertreten waren, Mandate verloren. FPÖ, NEOS und Gepp verfehlten den Einzug in den Gemeinderat. Und beim Team Wolkersdorf hätten sich manche wohl erwartet, dass das Ergebnis ein knappes Duell um den ersten Platz wird, was deutlich verfehlt wurde.

„Ganz klar der Wille der Bevölkerung, dass ich Bürgermeisterin bleibe"

Kann man also tatsächlich alle als Verlierer bezeichnen? Nein. Am ehesten kann wohl nur Bürgermeisterin Anna Steindl halbwegs zufrieden sein. Die Neuwahl wurde von vielen als „Neustart“ und zur Abwahl der Bürgermeisterin ausgerufen. Daher kann man 41,2 Prozent und den geringen Verlust von zwei Mandaten als beachtlichen Erfolg für Steindl bezeichnen. Vor allem wenn man bedenkt, dass mit Kurt Hackls „Team Wolkersdorf“ eine zweite ÖVP-Liste im gleichen Wähler-Pool der Volkspartei fischte. Dementsprechend groß auch die Freude bei der amtierenden Bürgermeisterin: „Ich bin sehr froh und dankbar für den deutlichen Zuspruch und das Vertrauen, dass die Bevölkerung uns gegeben hat“, so Steindl. Für sie ist klar: „Wir haben fast doppelt so viele Stimmen wie der zweitgereihte. Somit ist es eindeutig der Wille der Bevölkerung, dass ich Bürgermeisterin bleiben soll.“

„60 Prozent wollen Veränderung – wir wollen Bürgermeister stellen“

Kurt Hackl vom Team Wolkersdorf sieht das ganz anders: „Etwa 60 Prozent stimmten für Veränderung und wollen Steindl nicht mehr als Bürgermeisterin. Wir werden daher in den kommenden Wochen mit allen Parteien sprechen und Mehrheiten suchen, um die nächste Wolkersdorfer Stadtregierung ohne sie zu bilden.“ Nur mit einer absoluten Mehrheit wäre es für Hackl eindeutig gewesen: „Jetzt lautet der Auftrag der Wähler hingegen, dass wir auch über andere Personen als möglichen Bürgermeister nachdenken“, so Hackl. Christian Schrefel, Obmann der Wolkersdorfer Grünen, stimmt ihm zu: „60 Prozent sind mit Bürgermeisterin Steindls Kurs nicht einverstanden. Wir schauen uns jetzt in Ruhe an, ob eine Reformpartnerschaft und somit eine Mehrheit ohne Steindls ÖVP möglich ist.“

„Wir brauchen nur einen Koalitionspartner. Für eine Mehrheit ohne uns müssten sich gleich vier Parteien einig werden.“

Leicht wird dieses Vorhaben nicht, Anna Steindl sieht die Ausgangslage so: „Wir brauchen nur einen Koalitionspartner. Für eine Mehrheit ohne uns müssten sich gleich vier Parteien einig werden.“ Einen Zusammenschluss der beiden Wolkersdorfer Volksparteien schließt Kurt Hackl aus: „Wir haben vor der Wahl eine Veränderung und einen Neustart versprochen. Dieser Neustart kann nicht mit Steindl stattfinden. An dieses Versprechen halten wir uns natürlich auch nach der Wahl.“
 
Bleibt Anna Steindl Bürgermeister nach Verlust der Absoluten?  

 

 

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