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Fast verlorene Kulturlandschaft - Gemeinsam anpacken für die Blumenwiesen am Waschberg
 Fast verlorene Kulturlandschaft - Gemeinsam anpacken für die Blumenwiesen am Waschberg
Leitzersdorf, 03. Dezember 2019

Fast verlorene Kulturlandschaft - Gemeinsam anpacken für die Blumenwiesen am Waschberg

Nach intensiven Vorarbeiten mit Bergmäher, Motorsäge und Motorsense war die Ortsbevölkerung von Leitzersdorf am Werk: Einen ganzen Tag lang legten sich bei kräftigem Wind 25 Frauen und Männer ordentlich ins Zeug, um den Waschberg zu retten! Mit Hilfe der vielen Freiwilligen konnten zwei Hektar Trockenrasen entbuscht und gemäht, und damit vor dem völligen Zuwachsen gerettet werden.
Bgm. Franz Schöber: „Dieses Projekt wollte ich schon vor 23 Jahren beginnen, aber damals gab es nicht genug Unterstützung.“ Dafür wurde sein Motto „ganz oder gar nicht“ jetzt umso besser verwirklicht. Auch wenn es mühevolle Arbeit war in dem teils doch sehr steilem Gelände, wo die Pflegearbeiten oft nur händisch oder mit einem leichten Bergmäher zu bewältigen sind.

Teil des Leader-Projekts

Die Arbeiten sind Teil des Leader-Projekts „Naturschutz am Waschberg“ in der Gemeinde Leitzersdorf. Der Waschberg ist ein Schmetterlings- und Bienenparadies mit vielen bunten Blumen, am Rande der intensiv genutzten Ackerbaulandschaft. Wegen seiner großen naturräumlichen Bedeutung ist der Waschberg auch Teil des Natura 2000 – Gebiets (Europaschutzgebiet) „Weinviertler Klippenzone“.
Allerdings drohte die prächtige Kulturlandschaft verloren zu gehen, weil seit Jahrzehnten keine Mahd oder Beweidung mehr auf den Trockenrasen und ehemaligen Kalksteinbrüchen erfolgt. In vielen Bereichen wächst nur noch dorniges Gebüsch, das rasch dichter wird, und damit die Blumenpracht, Grundlage für die Insektenvielfalt, verdrängt.

Verbuschung aufhalten
Ziel des Projektes ist es, diese fortschreitende Verbuschung der schönen, blüten- und schmetterlingsreichen Wiesen anzuhalten und rückgängig zu machen. Das erfreut natürlich auch die Wanderer am hier verlaufenden Jakobsweg! Bereits nächstes Jahr kann nun auf den Flächen, die jetzt entbuscht und gemäht wurden, wieder qualitativ hochwertiges Naturschutz-Heu, wie es z.B. Pferde oder Schafe fressen, geerntet werden.
Am Gemeindetag am 1. Dezember stellte Dr. Julia Kelemen-Finan den Einsatztag, sowie das Gesamtprojekt anhand von aktuellem und historischem Bildmaterial dem interessiertem Publikum vor.

Im Bild:
Dank den fleißigen Helfer am Waschberg. Sie wurden zwischendurch von der Gemeinde kulinarisch versorgt.
                                                                                                                                                    
Foto: zVg

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