Die Lokalzeitung für's Weinviertel!

 
 

NEWS Gänserndorf
NEWS Korneuburg
NEWS Wolkersdorf/Gerasdorf

Ausgaben
2017/2018/2019


Sonderthemen
Verbreitungsgebiet
Erscheinungstermine
Anzeigentarif
Beilagen
Bestellformular
Verkaufsberater
Wortanzeige
Vertrieb

Medieninhaber
AGB
Kontakt
Impressum
Home

LEADER setzt verstärkt auf Verbesserung der Lebensqualität in den Gemeinden News-Button

Gänserndorf, am 25. März 2019

Mandl: Gemeinsam gegen tschechischen Atommüll

Die tschechische Regierung ist nach wie vor auf der Suche nach möglichen Standorten für Atommüll-Endlager. Dass dabei auch Orte in Betracht gezogen werden, die nur wenige Kilometer von der heimischen Grenze entfernt sind, ruft beim niederösterreichischen Europa-Abgeordneten Lukas Mandl, sowie den Landtagsabgeordneten Manfred Schulz und René Lobner Widerstand hervor.

„Gerade bei einem Standort in unmittelbarer Grenznähe wären die potenzielle gesundheitliche Gefährdung der dortigen Bevölkerung sowie der nachhaltige gesellschaftliche Schaden besonders hoch“, warnt Mandl und verweist darauf, dass auch die BewohnerInnen im Weinviertel von einer allfällig austretenden radioaktiven Strahlung direkt betroffen wären.

„Auch wenn es in Österreich keine Atomkraftwerke gibt, sind sie dennoch allgegenwärtig. Wir sind weiterhin eine starke Stimme gegen die Atomkraft. Allein in Niederösterreich wurden beispielsweise über 110.000 Unterschriften gegen den Ausbau des AKW Dukovany und gegen die Errichtung eines Atommüllendlagers an der NÖ-tschechischen Grenze gesammelt“ ergänzen Lobner und Schulz.
Im Bezirk Mistelbach waren es 8586 Personen, die sich gegen die Atomkraft stark machen, im Bezirk Gänserndorf haben 4646 Menschen die  Anti Atom Liste unterschrieben.

Lukas Mandl hat eine parlamentarische Anfrage an die EU-Kommission gestellt, die diese binnen sechs Wochen beantworten muss. Der NÖ Europa-Abgeordnete pocht auf grenzüberschreitende Anrainerbeteiligung. Mandl will wissen, ob die EU-Kommission plant, Einspruchsrechte für benachbarte Mitgliedstaaten beim Bau von Atommüllendlagern zu schaffen oder auszubauen und welche konkreten Sicherheitsvorgaben geplant sind.
Außerdem schlägt Mandl einen zwingenden Mindestabstand von 100 Kilometern zwischen einem möglichen Atommüllendlager und der Grenze eines benachbarten Mitgliedsstaats vor.

Im 41. Jahr nach der Zwentendorf-Volksabstimmung bekräftigt der Gerasdorf Parlamentarier damit erneut klar seine Position für ein atomkraftfreies Europa. Dafür setzt Mandl auf europäischer Ebene laufend Akzente, außerdem unterstützt er im Europa-Parlament mehrere österreichische Bürgerinitiativen.
„Die Gefahren der Atomkraft müssen ernstgenommen werden“, so Mandl. Im Jahr 1978 stimmte die österreichische Bevölkerung über die Inbetriebnahme des Atomkraftwerks Zwentendorf in NÖ ab. Im Bezirk Mistelbach votierten damals 16177 Personen gegen das Atomkraftwerk, in Gänserndorf waren es 14154.

Grüne: „Anti-Atom-Politik der VP NÖ existiert nur in Sonntagsreden“

In Österreich gibt es eine breite Zustimmung zur Anti-Atom-Politik des Bundes und der Länder. 2018 jährte sich zum vierzigsten Mal das “Nein” der österreichischen Bevölkerung zum Atomkraftwerk Zwentendorf. Die Grünen NÖ fordern daher vom NÖ Landtag, insbesondere von der Mehrheitspartei VP ein klares Bekenntnis gegen EURATOM und Atommüll-Endlager in Grenznähe.
Abgeordneter Georg Ecker aus Hollabrunn: „Eine Co-Finanzierung neuer Atomkraftwerke sowie der Endlager durch österreichische Steuermittel muss umgehend gestoppt  werden. Wir erwarten uns vom Landtag ein Bekenntnis zu einer strikten Anti-Atom-Politik und damit ein klares Signal gegen die Errichtung von Atommüll-Endlager in Grenznähe. Dies gelingt nur mit einem Ausstieg aus dem EURATOM-Vertrag.“ Laufend wird in Niederösterreich medial Anti-Atompolitik gemacht, wenn grenznahe Atomkraftwerke und Endlager geplant werden. Dennoch fließen österreichische Steuergelder jährlich an EURATOM (ca. 40 Millionen Euro).  

Alle anderen Parteien lehnten in der vergangenen Sitzung den Antrag der Grünen ab. 

Ecker weiter: „Die Anti-Atom-Politik der VP NÖ existiert nur in Sonntagsreden und in Hochglanzbroschüren. Warum hält man am EURATOM-Vertrag fest und gibt kein  klares Signal für den Ausstieg an den Bund weiter? Warum spricht man sich nicht klar gegen die Planung und Errichtung von Atommüll-Endlagern in Grenznähe aus?“


 

Zurück zur Newsseite

www.die-rundschau.at