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MarchfelderInnen demonstrierten vor dem Infrastruktorministerium für die S8
Gänserndorf / Raasdorf / Wien, 29. Februar 2020

MarchfelderInnen demonstrierten vor dem Infrastruktorministerium für die S8

Gut 100 MarchfelderInnen versammelten sich – trotz Sturms am 28. Februar vor dem Infrastrukturministerium (BMVIT), um für die S8 zu demonstrieren. Einhellig – wie schon am Vortag im Landtag – waren Vertreter von ÖVP (Lobner, Baumgartner), SPÖ (Renner) und FPÖ (Dorner) gekommen, um auf die Notwendigkeit der Schnellstraße für die Region hinzuweisen.
Pikanterweise ist das, von der Grünen Leonore Gewessler geführte, BMVIT gleich doppelt für Schnellstraßen zuständig. Einmal als Genehmigungsbehörde und das andere Mal als Eigentümervertreterin der Autobahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Asfinag.
Nunmehr – siehe eigenen Artikel – droht eine Schließung des UVP-Verfahrens durch das Bundesverwaltungsgericht. Was ein Zurück an den Start für das Projekt bedeuten würde. Besonders die Tatsache, dass die geplante Trasse Brutstätte für zwei Paare der Zugvogelart „Triel“ sind, wird vom Gerichtsgutachter als Verbotsargument für die Schnellstraße ins Treffen geführt.

Vier Vögel wichtiger als 100.000 Leute?
Dazu der Gänserndorfer Bürgermeister und ÖVP-Bezirkschef Rene Lobner vor dem Amtshaus in der Wiener Radetzkystraße: „Natur- und Tierschutz sind wichtig. Aber zwei Vogelpaare können nicht wichtiger sein, als 100.000 vom Verkehr belastete oder im Stau stehende Menschen aus dem Marchfeld.“
Noch dazu, wo der Triel – wie Lobner recherchiert hat – eine Vogelart sei, die extrem leicht (um)zu leiten sei. Das hätten auch Projekte im Süden von NÖ (Bau der B17) und der Deutschen Bahn gezeigt.
Wenn die – seit 20 Jahren dauernde – Planung für die S8 nun wieder von vorne begonnen werden müsse, sei zu befürchten, dass die Lebensqualität in der prosperierenden Region Marchfeld den Bach hinunter gehe und außerdem 3.000 Jobs, die er sich entlang der Straße erhoffe, verloren gingen, noch ehe sie überhaupt entstanden sind. Womit sich die Zahl der Pendler weiter erhöhen wird.

Alter, reicher Mann verhindert Projekt
Hart ins Gericht geht Lobner mit den Gegnern. Da sei ein alter Mann, der durch Schotter reich geworden sei und sich nun die besten Anwälte leisten könne um ein – für die Region wichtiges – Projekt zu verhindern.
Wolfgang Rehm, dem Sprecher der Aktionsgruppe Virus, attestiert Lobner Profilierungsneurose und Gegnerschaft zu jedem Infrastrukturprojekt ohne Rücksicht auf die Lebensqualität.
Man werde sich nun um einen Termin bei Ministerin Gewessler bemühen, um das Projekt doch gemeinsam – und mit Augenmaß – umzusetzen.

Trotz geschlossenem Fenster
versteht man eigenes Wort nicht

Wenn man die Fenster im Sommer nicht öffnen kann und selbst bei geschlossenen Fenstern mitunter das eigene Wort nicht versteht, dann ist das unerträglich. So sieht die dritte Landtagspräsidentin Karin Renner (SPÖ) die Situation der Bewohner entlang der „Schotterrouten“ nach Wien.
Daher fordert auch sie eine möglichst rasche Umsetzung des Projektes. Zumal der nun verhandelte Korridor von den Bürgermeistern des Marchfeldes – quer durch alle Parteien – einstimmig definiert  worden sei. Und das seien ja keine Krakeeler oder Stammtisch-Schreier, sondern die haben sich das gut überlegt.
Auch der Freiheitliche Bezirksobmann und Landtagsabgeordnete Dieter Dorner will die S8 umgesetzte wissen. Immerhin werde ja durch den täglichen Stau auf den Straßen von und nach Wien auch jeder Menge CO2 produziert.
Weitere Demo-Redner, die für die S8 argumentierten waren NR Angela Baumgartner (ÖVP), der Deutsch-Wagramer Bürgermeister Fritz Quirgst (35.000 Autos quälen sich täglich durch die Gemeinde), Bgm. Ludwig Deltl aus Strasshof (auch er kommt immerhin noch auf 18.000 Fahrzeuge am Tag) und der Raasdorfer Ortschef Walter Krutis  (Rehm ist ein Querulant, dem die Menschen egal sind).
Willi Weiser

Am Bild: Demonstranten für die S8 vor dem Infrastrukturministerium.
Foto: VPNÖ

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