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Hohenau, am 13. Jänner 2019

SPÖ und ÖVP stellen gegen Bgm. Freitag einen Misstrauensantrag

SPÖ-Bgm. Robert Freitag ist entsetzt. Gegen ihn wurde von der eigenen Partei gemeinsam mit der oppositionellen ÖVP ein Misstrauensantrag gestellt. Gestern, Montag früh erhielt er die Einladung für eine GR-Sitzung am Montag, dem 21. Jänner um 19 Uhr.
Mit dem Tagesordnungspunkt § 112 der Gemeindeordnung. Den Grund dafür kann sich Freitag nicht erklären: „Ich habe mir nichts vorzuwerfen und weiß absolut nicht, was ich gemacht haben soll. Es müsste ja außerdem was Gravierendes sein, wenn aus den eigenen Reihen gemeinsam mit der ÖVP gegen mich ein Misstrauensantrag gestellt wird“.
Freitag könne sich das Ganze nur so erklären, dass Gaida endlich seine Bürgermeisterstelle antreten wolle und jetzt mit allen Mitteln vorgehen möchte. „Gaida hatte sich schon bei der Wahl 2003 übergangen gefühlt und gibt seither keine Ruhe. Die Genossen befürchten, dass ich bis 2020 bleibe, sie wollen mich aber schon früher absetzen. Dass sie sich dazu die ÖVP ins Boot holen, finde ich höchst sonderbar“, so Freitag.
Mittlerweile frage sich das Ortsoberhaupt, ob er sich das noch länger antun will. Es sei mehr als mühsam, neben dem enormen Arbeitsaufwand, den das Bürgermeisteramt mit sich bringt, auch noch ständig irgendwelche Angriffe gegen ihn abzuwehren. Jetzt müsse er erst einmal schauen, mit welchen Anschuldigungen er konfrontiert wird, dann trifft er eine Entscheidung, ob es für ihn als Bürgermeister weitergeht oder nicht.
SP-Vizebürgermeister und designierter Bürgermeister Wolfgang Gaida bestätigt den Misstrauensantrag, hält die Begründung für die anstehende Gemeinderatssitzung aber noch zurück und möchte dieser nicht vorgreifen.
„Aus Fairness dem Bürgermeister gegenüber, der ja erst in der Sitzung erfahren wird, worum es genau geht. Aber eigentlich wenn er nachdenkt, so Gaida, müsste er es wissen“.
Ihm selbst wurde am vergangenen Wochenende von den Gemeinderäten der ÖVP und SPÖ ein Misstrauensantrag zugeschickt. Er habe dann als Vizebürgermeister tätig werden müssen und die Gemeinderatssitzung mit Tagesordnungspunkt § 112 der Gemeindeordnung einberufen. Eines kann der designierte Ortschef aber vorwegschicken: „Es ist nichts Persönliches und auch kein parteipolitisches Geplänkel“.
Mit dieser Vorgehensweise – meint der Vize - habe niemand eine Freude. Er selbst zolle Freitag den „allergrößten Respekt für das, was er für Hohenau getan hat“. Aber jetzt sei die Vertrauensbasis weg. Wie es nun weitergeht und ob Freitag weiterhin an der Spitze bleiben wird, werde sich am Montag Abend bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung erweisen.
Maria Köhler


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