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Bevölkerung in Marchegg und Dürnkrut lehnt March-Radbrücken kategorisch ab News-Button

Gänserndorf, 20. Februar 2017, Maria Köhler

Quelle: Visualisierung land.wasser Quelle: Visualisierung land.wasser
Quelle: Visualisierung land.wasser

Quelle: Visualisierung land.wasser

Bevölkerung in Marchegg und Dürnkrut lehnt March-Radbrücken kategorisch ab

Die Würfel sind gefallen. Jener Teil der Bevölkerung, der sich am Sonntag in den Gemeinden Marchegg und Dürnkrut zur Wahlurne begab, um für oder gegen die jeweils geplante Fußgänger- und Radbrücke über die March zu stimmen, sorgte bei der Wahl für eindeutige NEIN-Ergebnisse.

Die Wahlbeteiligung von 30,16 % in Marchegg und 42 % in Dürnkrut spiegelte ein geringes Motivationspotenzial, sich die Sonntagsruhe durch den Urnengang stören zu lassen.

Ob in Dürnkrut das im Vorfeld in die Postkästen geworfene anonyme, gegen das Radbrückenprojekt gerichtete Schreiben die WählerInnen beeinflusst hat, sei dahin gestellt. Fakt ist, dass hier sechs von zehn Wahlberechtigten durch Abwesenheit glänzten.

Die restlichen 922 abgegebenen Stimmen bekundeten mit 58,9 % (542 Stimmen) ein klares NEIN. Nur 377 WählerInnen (41,1 %) zeigten mit JA ihre Sympathie für die grenzüberschreitende Freizeit-Infrastruktur.

Das letzte Wort hat der Gemeinderat

Bgm. Herbert Bauch findet es persönlich schade und legt – zumindest gedanklich - die LA21-„Geschichte“ fast schon ad acta. „Man wird sicher nicht hier den Sieger suchen, der sich gegen eine Grenzüberschreitung ausspricht“, meint Bauch, der dieses Ergebnis schon vorgeahnt hatte.

Jetzt hängt alles vom Willen der Gemeinderäte am 8. März ab. „Obwohl es schwierig wird, gegen so viele Meinungen etwas durchzupeitschen“, befindet Bauch. Die geringe Wahlbeteiligung rechtfertige aber laut Bauch die Entscheidung im Gemeinderat, der nun das letzte Wort hat.

Auch der Marchegger Bürgermeister Gernot Haupt bedauert die Wahlträgheit in seiner Gemeinde. Nur nur 30,16 % der Grenzstädter ist es nicht „wurscht“, ob eine Brücke kommt oder nicht. Von diesem knappen Drittel sprachen sich 41,67 % FÜR die Brücke unterhalb des Zollwachegebäudes aus, 58,33 % GEGEN den lediglich für Freizeitaktivitäten zulässigen Grenzübergang.

Gegen touristische Weiterentwicklung

Auch Haupt bedauert das Ergebnis, das aber bei der Abstimmung in der für den 15. März anberaumten GR-Sitzung immer noch umgedreht werden könnte. Was laut Haupt ganz im Sinne einer touristischen Weiterentwicklung der Gemeinde und Region wäre.

„Vor allem im Hinblick auf die Landesausstellung 2021 ist die Fußgänger- und Radbrücke entscheidend“, sagt Haupt. Angst, dass der Grenzübergang später einmal durch eventuelle Nutzung für KFZ-Verkehr zweckentfremdet werden würde, hegt das Stadtoberhaupt nicht. „Das lassen weder die Tonnage, noch die Brückenbreite, noch das Land zu“, versichert Haupt.

Jubelrufe kamen indessen kurz nach den Wahlergebnissen von FP-Bezirksobmann Herbert Steindl: „Die Vernunft hat gesiegt. Keiner der beiden Bürgermeister hat die Bevölkerung vollumfänglich informiert und die klare und im Vorfeld abgezeichnete Ablehnung seitens seiner eigenen Wählerschaft sträflich ignoriert. So haben die Bürger nun eigenhändig die Steuerverschwendung in Form von sinnlosen ´Bürgermeister-Denkmälern´ verhindert“.

Freiheitliche jubeln

Von den beiden Bürgermeistern erwartet sich Steindl ein „klares demokratisches Signal, die Stimme der Bevölkerung zu achten“. Das Eingreifen der örtlichen FPÖ-Funktionäre, Ortsparteiobfrau Patrizia Postl-Türk (Marchegg) sowie FP-GR Ernestine Soucek (Dürnkrut) habe verhindert, dass „millionenschwere, steuergeldverschwendende Bauprojekte“ beauftragt worden wären. .

Selbst wenn sich die Freiheitlichen offen gegen das Radbrückenprojekt aussprechen, ist der Verfasser der oben erwähnten in Dürnkrut verteilten Flugblätter offensichtlich nicht in deren Reihen zu suchen.

FP-GR Martin Bauer spricht sich auf Facebook heftig gegen eine Mutmaßung aus, für diese Flugzetteln verantwortlich zu sein: „Entgegen einiger Stimmen möchten wir hier klarstellen: das namenlose Schreiben bezüglich der Marchbrücke, welches an die Haushalte ausgeteilt wurde, ist nicht von der FPÖ! Unsere Flugblätter sind als FPÖ deklariert und für jeden eindeutig erkennbar!!!“.

Man munkelt, dass die Flugblätter aus den SPÖ-Reihen kommen. „Keinesfalls aber von mir“, dementiert Bgm. Herbert Bauch.

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